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Zum Gedenken der Pastoren

Mindestens eine zuverlässige Quelle – die Erinnerungen der Töchter von Pfarrer Tiling – lässt vermuten, dass sich in der nordöstlichen Ecke des Pfarrhauses traditionell das Arbeitszimmer des Pfarrers befand. Aus diesem Grund ist gerade in diesem Raum die im Jahr 2024 eingerichtete Ausstellung über fünf Pfarrer zu sehen, die in der lutherischen Gemeinde von Talsi gedient und seit deren Errichtung um das Jahr 1809 unter der Leitung von Pastor Karl Ferdinand Amenda.
K. F. Amenda wirkte mehr als 30 Jahre lang in der lutherischen Gemeinde von Talsi, doch viele erinnern sich noch heute aus anderen Gründen an ihn, nämlich als engen Freund des Komponisten Ludwig van Beethoven.
Auch wenn die Nachfolger von Amenda nicht mit so herausragenden Freunden aufwarten können, lassen die in der Ausstellung zusammengetragenen Materialien doch erkennen, dass auch die übrigen Pastoren Beachtung verdienen und ihre Leistungen in der Kulturgeschichte des Landkreises Talsi verewigt haben. Wenn du das Pfarrhaus in Talsi besuchst, erfährst du zum Beispiel:
- welche Verwandtschaft K. F. Amenda und seinen Nachfolger Johann Heinrich Wilhelm Tilling verband, wie herzlich er den Gemeindemitgliedern Ratschläge erteilte und wie er Krišjānis Valdemārs Bezug nahm;
- Welche bedeutenden Veränderungen es in der Kirche von Talsi während der Amtszeit von Pfarrer Teodor Karl Alexander Wiebek gab, warum der Name von Pastor Wiebek mit grauen Erbsen in Verbindung gebracht wird und in welchem Zusammenhang mit einem tragischen Ereignis er in Rainis’ Gedicht „Talsu tiesa“ erwähnt wird;
- wie traurig der Dienst von Pastor Oskar Ernst Martinelli in der Leprastation war, wie ein „eifriger Störenfried“ die von ihm geleitete Trauung beinahe zunichte gemacht hätte und warum der Pfarrer mit großem Schmerz nicht nur die Gemeinde, sondern auch Lettland verlassen musste;
- Wie leidenschaftlich der erste lettischstämmige Pastor Jānis Saulītis in seinem Glauben und beim Vermitteln seiner Überzeugungen war, und warum sein Leben so früh endete.
Während der sowjetischen Besatzung

Im Frühjahr 2025 wurde im Vorraum des Pfarrhauses eine Ausstellung darüber eingerichtet, die zeigt, was sich im Pfarrhaus von Talsi während der Jahre der sowjetischen Besatzung ereignete, als die Gemeinde ihren Besitz verlor.
Es ist wird erzählt, wie das Pastorat dennoch in recht gute Hände gelangte und für so viele ehemalige Studierende der Lettischen Landwirtschaftsakademie nach wie vor mit besonderen Erinnerungen an ihre Jugend verbunden ist.
Die Ausstellung umfasst verschiedene Dinge, die einst mit dem Pastorat in Verbindung standen, so auch der kleine Friedhof Pfarrgut, auf dem der ein Freund Beethovens begraben liegt.
In Vorbereitung
Nach und nach werden Materialien für eine Ausstellung über das erste Jahrzehnt nach der Rückgabe des Pastorats an die Gemeinde zusammengetragen.
Wir werden Ferienlager veranstalten und haben andere große Träume.