Lebensdaten

Robert Burmeister 1939

Robert Burmeister wurde am 23. Mai 1905 in Ligat/Livland geboren, lebte zwischen 1919 und 1921 in Deutschland (Niederhelmsdorf/Pirna und Witzenhausen), machte im Mai 1925 in Riga sein Abitur, begann ein naturwissenschaftliches Hochschulstudium im Herderinstitut (Eintritt „Fraternitas Baltica“) und wurde 1926 an der Lettischen Universität Riga immatrikuliert (Medizin). Nach Abbruch des Studiums 1930 tat er bis 1932 Dienst im lettischen Heer bei einem Kavalerieregiment (Dünaburg und Mitau) und begann eine Ausbildung als Gärtner in Neu-Schwante/Brandenburg und Biesenthal (Abschluß März 1934). Er heiratete 1939 die Gärtnerin Elisabeth Rohde in Talsen. Im Nov. 1939 erfolgte die Aussiedlung (Ausbürgerung) aus Lettland, im Januar 1940 die Einbürgerung in Posen, wo seine Kinder geboren wurden. Er übernahm in der Nähe eine Gärtnerei. Seit Januar 1943 wurde er zum Heeresdolmetscher in Posen ausgebildet und war ab Mai 1943 im Einsatz an der Ostfront. Im Januar 1945 floh die Familie in Richtung Mecklenburg. Nach einer Verwundung im Winter 1944/45 wurde er von Danzig nach Kopenhagen ausgeschifft, geriet in englische Gefangenschaft, wurde im Februar 1946 entlassen und kehrte im Juni d.J. nach Warlow bei Ludwigslust/Meckl. zur Familie zurück. Zwischen 1948 und 1949 wurde er zum landwirtschaftlichen Berufsschullehrer an der Universität Greifswald ausgebildet, war zwischen Juli 1949 bis Sept. 1957 als Lehrer und Außenstellenleiter der landwirtschaftlichen Berufsschule in Eldena bei Ludwigslust/Meckl. und danach bis zur Pensionierung 1970 an verschiedenen Schulen und pädagogischen Einrichtungen tätig. Er beendete sein Berufsleben als Schulungsbeauftragter des Kreislandwirtschaftsrates Ludwigslust, lebte weiterhin – auch nach dem Tod seiner Frau (1975) – in Eldena, ging 1986 in ein Altersheim (Neu Krenzlin, Krs. Ludwigslust), starb am 27. April 1987 in Ludwigslust und liegt in Eldena neben seiner Frau begraben.